Gebraucht fährt auch!

Fahrradmarkt seit 15 Jahren: Schon eine Institution

Warendorf (tl). Der Fahrrad-Gebraucht-Markt findet am kommenden Samstag auf dem Kirchplatz der St.-Laurentius-Kirche statt. Alljährlich am letzten Samstag vor dem 1. Mai werden im Zentrum Warendorfs hunderte von Fahrrädern angeboten und gekauft – seit 15 Jahren.
In diesem Jahr ist der Termin der 29. April. Dann besteht von 9 bis 12 Uhr für Verkaufs- und Kaufinteressierte die Gelegenheit, unkompliziert ein Fahrrad zu kaufen oder zu verkaufen.
Den Fahrrad-Gebraucht-Markt veranstalten vier Organisationen aus dem Umweltbereich. Neben den Warendorfer Grünen sind die Bürgerinitiative IWS, der ADFC und der umweltorientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) von Anfang an mit dabei. Ein wenig stolz auf das kleine Jubiläum blickt Thomas Lins vom VCD in die Geschichte des Fahrradmarktes: „Der erste Fahrradmarkt startete am 13. Juli 2002 im Dauerregen. Gerd Nergert, Udo Gohl, Horst Kieskemper und ich waren die Initiatoren und haben bei dem miesen Wetter mit einem Flop gerechnet“, erinnert sich Lins. „Aber der Marktplatz war bereits um 8 Uhr morgens rappelvoll.“
Seitdem hat sich der Fahrradmarkt zu einer Institution entwickelt. „Wir brauchen kaum noch Werbung zu machen“, freut sich Horst Kieskemper vom ADFC. „Der Markt ist zu einer Art Selbstläufer geworden.“
Mittlerweile hat der Fahrradmarkt ganz unterschiedliche Wetterlagen und drei verschiedene Standorte erlebt: „Wir sind am Marktplatz gestartet und seit 2011 auf dem Kirchplatz der Laurentiuspfarre“, sagt Udo Gohl von der IWS. „Warendorfs gute Stube bot bereits in den ersten Jahren zusammen mit dem Wochenmarkt zu wenig Platz.“
Im Jahr 2005 fand der Fahrradmarkt auf dem Wilhelmsplatz statt, in Kombination mit der Münsterland-Touristik-Messe. Das war das einzige Mal, dass der Fahrradmarkt ganztägig angeboten wurde. Dieses Konzept hat sich nach Aussage der Veranstalter nicht bewährt. „Der größte Andrang besteht sowieso direkt am Anfang des Marktes, oft schon vor dem offiziellen Beginn“, ist die Erfahrung von Manfred Lensing-Holtkamp, der seit einigen Jahren als Organisator für Gerd Nergert eingesprungen ist.

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